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Mobile Marketing

Der beste Freund des Menschen

Lange galt ja der Hund als bester Freund des Menschen. Dieser wurde jedoch in den letzten 15 Jahren prompt durch das Handy ersetzt. Wobei „Handy“ so schön international es auch klingen mag, ein furchtbares Unwort ist. Woher genau diese Bezeichnung eines mobilen Telefons in der deutschen Sprache kommt, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Sowohl Motorola als auch die deutsche Telekom beanspruchen die Urheberschaft für sich. Ob es nun wirklich als anspruchswürdig gilt, ist eine andere Frage.

Erinnert man sich zurück an die Ursprünge des mobilen Begleiters, bleibt einem fast nichts anderes übrig als zu schmunzeln. Immerhin waren die ersten Handys alles andere als mobil. Macht aber nichts, dafür gibt es ja Werbung:

Die Entwicklung verlief rasant. Handys wurden kleiner, leichter und dadurch für den Massenmarkt zugänglich. Bereits 2006 überstieg die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Handys die Einwohnerzahl Österreichs mit 103%. Man telefonierte und simste egal wo man sich befand und mittlerweile hat das Handy bereits das Festnetz abgelöst. Sogar die technikscheusten Mitbürger, Senioren, haben 2011 längst keine Angst mehr vor ihrem neuen besten Freund.

2007 folgte bereits die nächste Revolution – das iPhone. Auch wenn das iPhone nicht das erste Smartphone am Markt war, so hat es dem Smartphone doch den Sprung in den Mainstream verholfen. Das Internet wurde über die nächsten Jahre am Handy salonfähig und öffnete der dritten Internetrevolution – der App-Revolution – Tür und Tor. Bereits für Ende 2011 wird prognostiziert, dass das Smartphone das herkömmliche Handy – auch als Featurephone bezeichnet – ersetzt haben wird.

Dilbert Erfinder Scott Adams ist auch der Ansicht, dass Smartphones die erste Stufe zum Cyborg (ein Hybridwesen aus Mensch und Maschine) darstellen. Das Smartphone wird zum sogenannten Exobrain – eine technische Erweiterung und Verbesserung unseres biologischen Gehirns. Es speichert Gedanken und Erinnerungen, zeigt uns den Weg und stellt uns das komplette Wissen der Menschheit über das Internet zur Verfügung.

Obwohl dies alles als eine Erleichterung und Verbesserung des Alltags angesehen werden könnte, so scheint es doch ins Gegenteil umzuschwenken. Immer mehr Leute können ohne ihrem elektronischen Begleiter nicht mehr außer Haus oder erfahren Stresssymptome wenn sie nicht regelmäßig auf das Display sehen können. Das Handy wurde schon längst zur Sucht, dass uns mit jedem Blick immer wieder mit etwas neuem und interessanten belohnt. Mittlerweile gibt es unzählige Zen-Ratgeber zum Thema wie man mit seinem mobilen Begleiter umgehen sollte und natürlich gibt es auch die passende App dazu.

Der kritische und bewusste Umgang mit einer Technologie die unser aller Leben verändert und noch weiter verändern wird sollte demnach an oberster Stelle stehen. Das Smartphone stellt dabei noch lange nicht das Ende dar. Der nächste Schritt in der mobilen Revolution sind die Tabletts wie das iPad die langsam aber sukzessive den alten klobigen Stand-PC oder gar den Laptop ablösen werden. Bereits 2014 werden mehr mobile Geräte auf das Internet zugreifen als herkömmliche Rechner.

All dies bedeutet natürlich ein enormes Potential für mobile Marketing. Bereits 2010 wurden 1,5 Milliarden lokale Suchanfragen gestellt. Google liegt dabei natürlich noch klar an erster Stelle. Aber auch Facebook mit seinem Dienst Orte möchte gerne am Kuchen mitnaschen und hat durch seine enorme Mitgliederanzahl auch eine gute Chance dies zu erreichen.

Wie auch immer es sich entwickeln wird, es bleibt auf alle Fälle spannend. Die Würfel sind noch nicht gefallen und durch die schnelle Entwicklung müssen sich die stärkeren Systeme und die Art der Nutzung erst noch in einem langsamen Prozess herausbilden und verankern. Eines können wir jedoch mit Sicherheit sagen, das Smartphone der Zukunft, wird defintiv nicht so aussehen:

Posted Mittwoch, Mai 11th, 2011 under Marketing.

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